Warum Rampenprozesse Effizienzbremsen sind
Warum Rampenprozesse Effizienzbremsen sind In vielen Industrieunternehmen stehen Logistikprozesse stark im Fokus: Beschaffung, Produktion, Distribution und Transport werden detailliert geplant, optimiert und überwacht. Ein Bereich wird dabei jedoch häufig unterschätzt – die Rampe. Rampenprozesse gelten oft als rein operatives Thema. Tatsächlich sind sie jedoch eine zentrale Schnittstelle zwischen internen Abläufen und externen Partnern. Genau hier entstehen Effizienzverluste, die sich unmittelbar auf Kosten, Planbarkeit und Lieferperformance auswirken. Autor: Prof. Dr. Victor Meier Unternehmen: Cargoclix 20.01.2026 Die Rampe als kritische Schnittstelle An der Rampe treffen unterschiedliche Interessen und Prozesse aufeinander: Einkauf und Lieferantenmanagement Speditionen und Frachtführer Produktion und Lager Disposition und Hoforganisation Wenn diese Schnittstelle nicht klar strukturiert ist, entstehen Reibungsverluste. Diese zeigen sich nicht immer sofort, wirken aber langfristig und systemisch. Typische Symptome sind: unklare oder nicht eingehaltene Zeitfenster Wartezeiten von Lkw ungeplante Ressourcenumverteilungen manuelle Abstimmungen per Telefon oder E-Mail eingeschränkte Transparenz über Ankunft, Abfertigung und Abfahrt Warum Effizienzverluste häufig unsichtbar bleiben Rampenprobleme fallen selten als einzelner Fehler auf. Sie zeigen sich vielmehr als Summe vieler kleiner Abweichungen: Verzögerungen im Wareneingang Stillstände in der Produktion Vertragsstrafen bei verspäteten Lieferungen zusätzliche Kosten durch Standzeiten erhöhter Koordinationsaufwand Da diese Effekte oft verschiedenen Kostenstellen zugeordnet werden, bleiben ihre Ursachen schwer greifbar. Die Rampe wird so zum „blinden Fleck“ in der Prozesskette. Rampenprozesse sind kein IT-Thema, sondern ein Steuerungsthema Ein häufiger Trugschluss besteht darin, Rampenprobleme ausschließlich technisch lösen zu wollen. In […]


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